Aktuelles

Repara/kul/tur stellt sich auf dem Netzwerktreffen der Reparatur-Initiativen in Kassel vor

Mit zwei Mini-Workshops: „Repara/kul/tur – Reparieren und Selbermachen kreativ (selbst) erforschen“ stellt sich das Citizen Science-Projekt Repara/kul/tur auf dem vierten Netzwerktreffen der Reparatur-Initiativen am 13.10. in Kassel vor. Neben der Möglichkeit, die im Forschungsvorhaben angewendete Methode kennenzulernen und auszuprobieren, werden die Teilnehmenden der Workshops einen kurzen Einblick in den bisherigen Projektverlauf – inklusive einer kleinen Ausstellung – bekommen. Magdalena Meißner und Daniel Affelt vom Verbundteam werden den Workshop vor Ort gestalten.

Das Vernetzungstreffen findet zwischen 10:00 und 17:00 Uhr im Hostel des Sandershaus‚ statt. Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Haferkakaofabrik Kassel ist seit 2017 ein Veranstaltungs- und Gemeinschaftsort und beherbergt auch eine Geflüchtetenunterkunft und eine Offene Werkstatt.

Reparateur*innen können sich bis zum 24.09.2018 für das Treffen anmelden. Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Treffen auf der Seite der Reparatur-Initiativen.

Repara/kul/tur auf der SCORAI 2018 in Kopenhagen

Im Rahmen der SCORAI 2018-Konferenz* in Kopenhagen haben  Sabine Hielscher und Melanie Jaeger-Erben vom Repara/kul/tur-Team einen interaktiven Workshop zum Thema „Fixing the World? Experimenting with Alternatives in Repairing & Making Initiatives“ („Die Welt reparieren? Experimentieren mit Alternativen in Reparatur- und Selbermach-Initiativen“) durchgeführt. Statt eines klassischen Vortrags wurden über eine Ausstellung plus Audio-Tour Einblicke in die Forschung von Repara/kul/tur gegeben. Für den Repara/kul/tur-Blog haben wir die Audio-Aufnahme (englisch) mit einer Präsentation mit Fotos und einigen Ausstellungsstücke kombiniert:

 

Am Workshop beteiligt waren Prof. Heike Derwanz (Universität Oldenburg), Dr. Cindy Kohtala (Aalto University) und Tung Dao (Nottingham Trent University) , die ihre Forschung zum Thema Reparieren und Selbermachen in kurzen interaktiven Inputs vorgestellt haben. Dabei mussten die Teilnehmenden auch selbst Hand anlegen und aktiv mitdiskutieren.

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Die weiblichen Teilnehmenden wurden – wie vor 100 Jahren – von Heike Derwanz im Nähen unterrichtet…

 

SCORAI 2018 Workshop
…während die männlichen Teilnehmenden einen theoretischen Text zum Thema Stopfen und Reparieren erarbeiten sollten.
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Die Repara/kul/tur-Austellung gab Einblick in aktuelle gesellschaftliche Experimente mit Reparieren und Selbermachen.

*SCORAI = Sustainable Consumption Research and Action Initiative

Repara/kul/tur auf der Langen Nacht der Wissenschaft

Im Rahmen der ‘Lange Nacht der Wissenschaft’ hat das Repara/kul/tur Projektteam (www.reparakultur.org) gemeinsam mit der Senior Research Group eine kleine Ausstellung über die Kultur des Reparierens und Selbermachens vorgestellt. Besucher_innen konnten die kreative Forschungsmethode erproben und über Praktiken des Reparierens und Selbermachens diskutieren.

Aufgrund des Sommerwetters waren die Besucher_innen-Zahlen zwar überschaubar, doch die Projektinhalte und vor allem die Fotos aus den Workshops und der Bürgerforschung sind auf reges Interesse gestoßen.

 

Erzählkoffer versendet – Alltagsforschung beginnt

In den letzten Wochen hat das Repara/kul/tur-Team intensiv an der Erstellung der Erzählkoffer (Erzählkoffer was ist das?) gearbeitet, die jetzt – Anfang Juni 2018 – an die 37 Bürgerforscher_innen gesendet werden.

Die Erzählkoffer enthalten kreative Anregungen, um über Reparieren und Selbermachen, sowie Repair-Cafés und offene Werkstätten nachzudenken. Was bedeuten die Tätigkeiten, das gemeinsame Basteln, Werkeln und Problemlösen für die Beteiligten? Wie verändert sich die Sichtweise auf Produkte und Konsumgüter, wenn selbst „Hand angelegt“ wird? Welche Erlebnisse, Gefühle und Einsichten sind damit verbunden? Und welche Rolle spielen dabei Orte des Reparieren und Selbermachens? Die Erzählkoffer sollen eine Form der Alltagsforschung ermöglichen, die näher am Erleben der Menschen erfolgt und Selbstbeobachtungen aktiv einbezieht.

Das Repara/kul/tur-Team ist gespannt, welche Beobachtungen, Ergebnisse, Einsichten und neuen Fragen in den Forschungswerkstätten im Herbst aus der Alltagsforschung mitgebracht werden.

 

 

Erste Workshop-Phase erfolgreich durchgeführt!

In den vergangenen Wochen hat das Repara/kul/tur-Team im Rahmen von vier Bürger_innen-Workshops in Berlin, Hamburg und München gemeinsam mit Bürgerwissenschaftler_innen über die Kultur des Reparierens und Selbermachens geforscht. Wir haben gemeinsam den Erzählkoffer ausgepackt und ausprobiert, viel diskutiert und reflektiert und uns gegenseitig inspiriert.

Spannende Fragen wurden erörtert, wie „Was ist mein Lieblingswerkzeug und warum?“ oder „Wie viele reparaturbedürftige Dinge habe ich eigentlich zu Hause?“. Die Vorstellungsrunden und das gemeinsame Ausprobieren der Erzählkoffer brachte witzige Anekdoten zu Tage, wie die über die Wortneuschöpfung „paparieren“ für den reparaturbegeisterten Vater eines Kleinkindes oder die Erzählung von einem alten SAT-Receiver, der nur mit vorherigem Anwärmen per Fön seinen Dienst tat. Folgend ein paar Illustrationen aus der Arbeit mit den Erzählkoffer-Inhalten.

 

Es wurden gemeinsam erste Erkenntnisse formuliert, zum Beispiel, dass es wichtig ist, zwischen gutem und schlechtem Stauraum zu unterscheiden: Gut sind Stauflächen, wie Keller, Speicher oder Garagen, wenn sie das Aufheben zum Weitergeben oder Wiederverwenden ermöglichen oder in Bastel- und Werkräume verwandelt werden können. Schlechte Stauräume sorgen hingegen dafür, dass Gebrauchsgegenstände, die vielleicht nur ein bisschen Wartung oder Reparatur benötigen, aus dem Blickfeld verschwinden. Es wurden wertvolle Hinweise und Ideen gesammelt, um die Erzählkoffer weiter zu entwickeln und die Forschung zum Selbermachen und Reparieren voranzutreiben.

 

Viele der Workshop-Teilnehmer_innen haben sich für das weitere Mitforschen angemeldet und werden ab Anfang Juni mit den Erzählkoffern selbst in ihrem Alltag und Zuhause weiterforschen.

Anfang Herbst wird es dann mit der zweiten Workshop-Phase weitergehen, dann werden die Bürgerwissenschaftler_innen mit ihren Erzählkoffern wieder zusammen kommen und sich über ihre Beobachtungen und Ergebnisse austauschen.

 

Termine und Orte für die ersten Bürger_innen-Workshops

Im Rahmen der ersten Bürger_innen-Workshops wollen wir die Erzählkoffer vorstellen, diskutieren, weiter entwickeln und Bürgerwissenschaftler_innen dafür gewinnen, mit uns zu forschen.

Poster_Mitmachen

Download Mitmach-Flyer

Sie finden statt:

IN BERLIN:

23. April, 18:00-21:00 Uhr, Repair-Café Schöneberg, Crellestr. 35
09. Mai, 18-21 Uhr, Repair-Café Steglitz Albrechtstr. 81/82

mehr Info hier

IN MÜNCHEN:

03. Mai, 18-21 Uhr, im Haus der Eigenarbeit (HEi) München

IN HAMBURG:

07. Mai, 18-21 Uhr, Honigfabrik Hamburg

 

Bei Fragen oder Interesse melden Sie sich bei

mitmachen@reparakultur.org