Über Repara/kul/tur

Repair-Cafés, offene Werkstätten und Maker-Spaces haben das Potential, ein verändertes Bewusstsein für die Qualität von Produkten und die Kompetenz und Autonomie von Konsument_innen im Produktionsprozess zu fördern. Sie können zudem als Orte der Wissensproduktion betrachtet werden. Ob diese Veränderungen mit der Aneignung von Praktiken des Reparierens und Selbermachens tatsächlich eintreten und wie diese Praktiken überhaupt erfolgreich in den Alltag integriert werden, ist wissenschaftlich bisher noch wenig erforscht.

Dieser Aufgabe widmet sich nun das transdisziplinäre Citizen-Science-Projekt „REPARA/KUL/TUR“. In einem am Typus „Co-Produktion“ orientierten Vorgehen wollen die Forschungspartner gemeinsam mit Bürger-Wissenschaftler_innen erforschen, wie Praktiken des Reparierens und Selbermachens angeeignet und in den Alltag integriert werden können. Zudem sollen gemeinsam Methoden (so genannte Cultural Probes) weiterentwickelt und erprobt werden, die Alltagserfahrungen sowie Veränderungen im Verhältnis zu Konsumgütern wissenschaftlich besser untersucht werden.

Auf Basis der hieraus gewonnenen Erkenntnisse werden gemeinsam Strategien entwickelt, wie Praktiken des Reparierens und Selbermachens gesellschaftlich stärker verbreitet werden können.

In dem transdisziplinären Projekt arbeiten das Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin (ZTG,) mit dem Verbund Offener Werkstätten e.V. (VOW), dem BUND Berlin  und dem Institut für Sozialinnovation e.V. (ISInova) zusammen. Die gemeinsamen Ziele haben wir in einem Ziele-Manifest festgehalten. Das Projekt wird vom ISInova im Hinblick auf die Umsetzung der bürgerwissenschaftlichen Methoden evaluiert.

Flyer zum Projekt

Das Projekt hat eine Laufzeit von September 2017 bis Dezember 2019 und wird im Rahmen des Förderbereichs Bürgerforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es gehört zu 13 Projekten, die bis Ende 2019 die Zusammenarbeit von Bürgern und Wissenschaftlern inhaltlich und methodisch voranbringen und Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen geben sollen. Weitere Informationen unter: https://www.bmbf.de/de/mitmachen-und-forschen-4503.html und http://www.buergerschaffenwissen.de/

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