Auf dem Höhepunkt des gemeinsamen Forschens – Forschungswerkstätten mit den Bürgerforscher_innen

In den vergangenen Wochen hat das REPARA/KUL/TUR-Team im Rahmen von vier Workshops in Berlin, Hamburg und München gemeinsam mit den beteiligten Bürgerforscher_innen über das Reparieren und Selbermachen im Alltag und die Rolle von Repair-Café und offenen Werkstätten geforscht.

Die mitforschenden Bürger_innen haben ihre Forschungsergebnisse aus den Erzählkoffern präsentiert und es wurde gemeinsam interpretiert, analysiert und diskutiert.

Begonnen haben wir mit einer Ausstellung einzelner Ergebnisse. Von fliegenden Fahrradfelgen, über detaillierte Zeichnungen, z.B. von den Orten, an den sich reparierte und selbstgemachte Gegenstände befinden, hin zu lebhaften Geschichten von Reparier- und Selbermachexperimenten war alles dabei.

In der Kernphase der Workshops haben wir in Kleingruppen intensiv ausgewählte Aufgaben aus den Erzählkoffern verglichen und analysiert. Die Themen und Erkenntnisse waren so vielfältig wie die Zusammensetzung der Gruppen. Oft wurde mit scheinbar einfachen Fragen begonnen: Was ist eigentlich Werkzeug? Gibt es eine Definition von Selbermachen? Gehört das Einkochen von Spargel dazu? Ist eine Stricknadel ein Reparaturwerkzeug oder müssen es immer Spezialtools sein? Auf dieser Basis entwickelten sich oft übergreifende Fragestellungen zu gesellschaftlichen Probleme, die bisweilen kontrovers diskutiert wurden: Wie soll man mit Stereotypen über „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ in Repair Cafés und Offenen Werkstätten umgehen? Gibt es Potentiale, diese stereotypen Rollenzuweisungen beim gemeinsamen Reparieren zu durchbrechen? Kann das Reparieren und Selbermachen zu einer bedeutenden Veränderung der Wegwerfkultur beitragen? Was bedarf es sonst, um zum sozialen Wandel beizutragen?

Im nächsten Schritt beginnt die Phase der gemeinsamen Entwicklung von Zukunftsszenarien und Förderstrategien für die Repara/kul/tur sowie der Gestaltung einer Ausstellung mit den Ergebnissen der Bürger_innen-Forschung. Wir freuen uns, dass sich viele Bürgerforscher_innen bereit erklärt haben, weiter im Projekt mitzuwirken!

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