Melanie Jaeger-Erben

Mit der Untersuchung von nachhaltigem Konsum beschäftige ich mich schon seit meinem ersten Kongress der Initiative Psychologie im Umweltschutz (IPU e.V.) in 2000. Als (diplomierte) Psychologin und (promovierte) Soziologin haben mich insbesondere Mensch-Umwelt-Beziehungen und gesellschaftliche Naturverhältnisse im Zusammenhang mit nicht-nachhaltigen Konsum- und Produktionspraktiken interessiert und wie sich diese – durch Lebensereignisse, veränderte technische Arrangements oder im Rahmen sozialer Innovationsprozesse – transformieren.

Melanie Jaeger-Erben

Zentral ist für mich dabei immer die Frage, wie sich nachhaltigkeitsrelevante soziale Praktiken entwickeln und wie Menschen sich diese aneignen und in den Alltag integegrieren. Die Praktiken des Reparierens und Selbermachens finde ich besonders spannend, weil hierbei die Körperlichkeit und Materialität sozialer (Konsum)Praxis deutlich wird. Menschen beginnen, auf andere Art und Weise mit den „Konsumobjekten“ zu interagieren. Sie verändern diese und verändern sich dabei selbst, sie lernen ihre Besitztümer kennen und entwickeln vielleicht sogar so etwas wie Wertschätzung für das „Leben der Dinge“.

Nach meinen wissenschaftlichen Stationen an der Universität Magdeburg, dem Institut für Sozialinnovation und dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen bin ich seit 2016 am Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin und leite neben „Repara/kul/tur“ die Nachwuchsgruppe „Obsoleszenz als Herausforderung für Nachhaltigkeit – Ursachen und Alternativen„.

Seit Oktober 2018 vertrete ich die Professur für Anthropogeographie mit Schwerpunkt Mensch-Umwelt-Beziehungen an der LMU München.